Seit dem 1. August darf ich meinen Dienst als Pfarradministrator im Seelsorgeverband Angenstein antreten. In den ersten Wochen habe ich schon viele Menschen kennengelernt, Gespräche geführt, Sakramente gefeiert und einen ersten Eindruck von unseren drei Pfarreien Duggingen, Pfeffingen und Aesch gewonnen - mit ihrer lebendigen Geschichte, ihren Traditionen und den vielen Menschen, die sich mit Herz und Zeit engagieren.
Eine Pfarrei kann man nicht einfach von aussen betrachten. Sie lebt von den Menschen, die hier wohnen, glauben, fragen, zweifeln und Verantwortung übernehmen. Deshalb möchte ich zunächst vor allem eines: zuhören, kennenlernen, verstehen.
Dabei denke ich gerne an das Bild eines gemeinsamen Weges. Jede Pfarrei hat ihre eigene Geschichte und ihre Stärken. Das gehört zu uns. Es geht mir nicht darum, Bewährtes über Bord zu werfen, sondern gemeinsam zu schauen: Was trägt uns? Was wollen wir bewahren? Und wo dürfen wir Neues wagen?
Denn Kirche lebt nicht nur am Sonntag. Sie zeigt sich im persönlichen Gespräch, bei einem Besuch, beim Kaffee nach dem Gottesdienst, bei einem Fest: überall dort, wo Menschen füreinander da sind. Gerade darin liegt die besondere Stärke einer Pfarrei, bzw. eines Seelsorgeverbandes: Wir sind eine Gemeinschaft, die miteinander unterwegs ist.
Unterschiedliche Erwartungen wird es dabei immer geben. Das dürfen wir als Bereicherung sehen, solange wir im Gespräch bleiben und unseren gemeinsamen Mittelpunkt nicht aus den Augen verlieren: Jesus Christus und die Botschaft des Evangeliums.
Als Pfarradministrator möchte ich deshalb nicht nur vorangehen, sondern mitgehen: ansprechbar sein, zuhören, Freude und Sorgen teilen und gemeinsam nach guten Wegen für unsere Pfarreien suchen. Ein neuer Weg beginnt nicht damit, dass man alle Antworten kennt, sondern damit, dass man sich aufeinander einlässt.
Ich freue mich auf die Begegnungen, Gespräche und Pastoralanlässe, die vor uns liegen.
Gehen wir diesen Weg gemeinsam!
Nicolas Cishugi, Pfarradministrator
